46 Jahre alt, und ich bin durch das alles selbst hindurch gegangen.
Meine Geschichte mit Alkohol begann früh und hat mich über viele Jahre begleitet.
Er war auf Reisen dabei, in meinen Jobs, in meinem Alltag und in meinem Leben.
Lange war Alkohol für mich nicht nur Genuss, sondern auch Begleiter, Ausschalter und manchmal der Weg,
alles irgendwie auszuhalten.
Nach außen habe ich funktioniert.
Als selbstständige Gastronomin war ich erfolgreich, habe mein Kind großgezogen, war im Ehrenamt aktiv und habe alles gemacht, was Powerfrauen eben so machen. Aber innerlich war es oft viel zu viel.
Ich wusste irgendwann nicht mehr, wie ich aus diesem ganzen Funktionieren aussteigen soll.
Und Alkohol war lange meine Strategie, kurz nicht mehr alles tragen zu müssen.
2022 habe ich angefangen, mein Leben wirklich ehrlich anzuschauen. Wer bin ich? Was will ich? Wofür stehe ich?
Ich habe mich von meiner Gastronomie getrennt, bin aus unserem Haus ausgezogen und habe begonnen, wieder mehr nach mir zu schauen. Der Alkohol war lange noch Teil dieser Veränderung. Aber ich habe gespürt: Da wartet noch mehr auf mich.
Seit Januar 2025 lebe ich alkoholfrei.
Und nein, das Leben ist dadurch nicht plötzlich eine rosa Wolke. Aber ich bin klarer. Ehrlicher. Freier.
Und wenn heute etwas schwer ist, schaue ich hin, statt mich wegzutrinken.
Genau deshalb schaue ich in meiner Arbeit nicht nur auf das Glas.
Ich schaue mit dir auf das, was dahinterliegt: dein Alltag, dein Druck, deine Muster, deine Energie und die Frage, was du wirklich brauchst.
Du musst nicht erst alles verlieren, um ehrlich hinzuschauen. Du darfst früher losgehen.